Ulrike Korbach

Filmemacherin & Fotografin

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Rattenrennen

Dokumentarfilm über das Einleben in Deutschland

 

„Mein Leben hier ist ein Rattenrennen“, meint Cho Lucas Ayaba, der seit sieben Jahren in Deutschland lebt.

Er hat sich vor der Gewalt in Kamerun in Sicherheit gebracht, aber trägt große Wut mit sich, auf die politischen Verhältnisse in seinem Heimatland, auf Rassismus in Deutschland, auf Ungerechtigkeiten den Schwarzen gegenüber, die ihren Ursprung im Kolonialismus der europäischen Länder hat.
Als ihre Mutter stirbt, holt Cho seine Tochter Noela von Kamerun nach Deutschland.

Wie ist es, von Kamerun nach
Deutschland zu kommen, wenn
man am Anfang der Pubertät steht?

 

In Kamerun traute sich Noela noch nicht einmal ihrer besten Freundin zu erzählen, wohin sie gehen wird, denn sie fürchtete den Neid der anderen. Sie erträumt sich ein neues, aufregendes Leben in Deutschland. Dort angekommen, begrüßt ihr Vater sie mit einem Kuss und den Worten: „Du wirst schon bald zurück wollen, Noela.“

„Du wirst nicht mehr spielen.
Du wirst zuhause bleiben, lesen und fernsehen.
So etwas macht man hier.“

Noela versucht sich in der neuen Welt einzufädeln. Sie findet merkwürdig, dass die Lehrer in der Schule nicht schlagen. Sie ist irritiert, als ihr Vater sie zu einer Demonstration mitnimmt, wo sie doch in Kamerun immer sofort weggelaufen ist, sobald sie Gruppen marschieren sah.
Der Film begleitet Noela in ihrem ersten Jahr in Deutschland. Sie muss einen eigenen Weg finden muss zwischen dem Wunsch nach Anpassung an die Gleichaltrigen und den strengen Anforderungen ihres Vaters, der darum kämpft, dass die kleine Familie ihren Stolz behalten kann.

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